Darf man Rotwein zum Fisch trinken?
Die alte Regel „Weißwein zu Fisch, Rotwein zum Fleisch“ ist längst kein Gesetz mehr. Doch warum passt ein schwerer Rotwein oft einfach nicht zum Fisch? Die Antwort liegt in den Tanninen – jenen gerbstoffreichen Substanzen, die vor allem in kräftigen Rotweinen vorkommen. Treffen sie auf den zarten Geschmack von Fisch, können sie eine unangenehme Metallnote erzeugen oder einfach zu dominant wirken.
Aber es gibt Ausnahmen – und clevere Lösungen.Ein leichter, fruchtiger Rotwein wie ein Spätburgunder oder ein junger Dornfelder kann durchaus harmonieren, besonders bei herzhaften Fischarten wie Lachs oder Schwertfisch. Wichtig: Serviere den Wein leicht gekühlt, bei etwa 13 bis 14 Grad. Die Kälte mildert die Tannine ab und macht den Wein geschmeidiger am Gaumen.
Ein weiterer Trick aus der Küche: Verwende Rotwein geschickt in der Zubereitung. Eine feine Rotweinsauce, angedickt mit Butter und etwas Kräutern, verleiht gebratenem oder geschmortem Fisch eine überraschende Tiefe. Oder lasse den Fisch direkt vorsichtig in Rotwein schmoren – das mildert die Tannine und verbindet Aromen elegant.
Am Ende geht es um Balance. Wähle einen Rotwein mit wenig Gerbstoff, kühl ihn leicht an und passe ihn an die Speise an. Dann kann die Kombination aus Fisch und Rotwein nicht nur funktionieren – sie kann richtig begeistern.
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