Warum warmes Wasser besser reinigt

Wer schon mal abgespült hat, kennt das: Hartnäckiges Fett klebt am Geschirr, und kaltes Wasser allein bringt oft nicht den gewünschten Erfolg. Doch schon ein paar Grad mehr im Wasser machen einen deutlichen Unterschied – und das hat wissenschaftliche Gründe.

Wasser, das wärmer ist, hat mehr Energie. Dadurch bewegen sich die Wassermoleküle schneller und stoßen energischer gegen die Fettpartikel. Diese zusätzliche Kraft hilft dabei, die fettigen Verunreinigungen wirkungsvoller zu lösen und vom Geschirr zu lösen. Fett wird bei höheren Temperaturen flüssiger und lässt sich leichter abwaschen – das gilt nicht nur für Spülwasser, sondern auch für die Reinigung von Händen oder Oberflächen.

Interessant ist übrigens: Schon ab etwa 40 Grad Celsius zeigt sich eine deutliche Verbesserung bei der Reinigungsleistung. Noch effektiver wird es, wenn Spülmittel ins Spiel kommt – denn die darin enthaltenen Tenside arbeiten zusammen mit dem warmen Wasser besonders gut. Sie umschließen die Fettmoleküle und transportieren sie einfach mit dem Wasser weg.

Trotzdem: Zu heißes Wasser braucht es nicht immer. Für viele Reinigungsarbeiten reicht schon lauwarmes Wasser aus, spart Energie und schonend für die Haut. Vor allem bei empfindlichem Geschirr oder empfindlicher Haut ist es klüger, die Temperatur nicht zu übertreiben.

Also: Warmes Wasser wäscht besser – weil es mehr Schwung hat. Und manchmal ist es eben doch sinnvoll, den Warmwasserhahn etwas weiter aufzudrehen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen