Was bedeutet die Erhöhung des Grundfreibetrags?

Seit einigen Jahren steigt der Grundfreibetrag Jahr für Jahr – und das hat einen guten Grund. Der Grundfreibetrag ist der Betrag, den jeder Bürger im Jahr steuerfrei verdienen kann. Wer weniger als diesen Betrag verdient, muss keine Einkommensteuer zahlen. 2021 lag er bei 9.408 Euro, 2022 bei 9.984 Euro, 2023 bei 10.908 Euro und 2024 sogar bei 11.604 Euro.

Diese schrittweise Erhöhung dient vor allem einem Ziel: der Inflation entgegenwirken. Ohne Anpassung würden immer mehr Menschen in die Steuerpflicht rutschen, obwohl ihre Kaufkraft nicht wirklich gestiegen ist. Das nennt man auch kalte Progression – wer nominell mehr verdient, aber in Wirklichkeit weniger kaufen kann, zahlt trotzdem mehr Steuern. Durch die jährliche Anpassung soll das vermieden werden.

Gerade für Geringverdiener und Menschen mit kleinem Einkommen ist der Grundfreibetrag besonders wichtig. Er sorgt dafür, dass sie nicht überproportional belastet werden. Die Steuerlast bleibt fairer, und die Lebenshaltungskosten werden stärker berücksichtigt.

Die Erhöhung im Jahr 2024 auf 11.604 Euro ist daher kein bloßer Formalakt, sondern ein wichtiger Schritt für mehr soziale Gerechtigkeit. Wer wenig verdient, zahlt weiterhin keine Einkommensteuer – und das ist auch richtig so. So bleibt mehr vom verdienten Geld wirklich beim Arbeitnehmer.

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