Was bedeutet „G“ bei der Tumorbewertung?
Wenn Ärzte einen Tumor beurteilen, spielt der Buchstabe G eine wichtige Rolle – er steht für Grading und beschreibt, wie sehr die Tumorzellen von den gesunden Zellen abweichen. Anders gesagt: Wie sehr haben sich die Zellen verändert und ihre normale Funktion verloren?
Je weniger die Zellen noch wie gesunde Gewebestrukturen aussehen, desto höher ist der Grad der Undifferenzierung. Das bedeutet: Der Tumor wächst oft aggressiver und hat eine größere Neigung, sich auszubreiten oder zurückzukehren – auch nach einer Behandlung. Ein G1-Tumor ist zum Beispiel noch gut differenziert, also eher langsam wachsend. Ein G3-Tumor dagegen ist meist schlecht differenziert und damit aggressiver.
Das Grading ist dabei nur ein Teil der umfassenden Beurteilung. Zusammen mit der TNM-Klassifikation – die Größe des Tumors (T), das Vorhandensein von Metastasen in Lymphknoten (N) und Fernmetastasen (M) – hilft das G-Wert, ein genaueres Bild der Erkrankung zu erhalten. So kann die Ärztin oder der Arzt die beste Therapie für den Patienten finden.
Wichtig ist: Ein hoher G-Wert bedeutet nicht automatisch eine schlechte Prognose – aber er zeigt, dass eine engmaschige Nachsorge und gegebenenfalls eine intensivere Behandlung nötig sein können. Die individuelle Situation, das Alter, die allgemeine Gesundheit und die Reaktion auf Therapien spielen dabei eine große Rolle.
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