Wie viel Ferien hat man in Deutschland?

In Deutschland regeln die Länder selbst, wann Schulferien sind – doch gibt es bundesweite Vereinbarungen, die dafür sorgen, dass die Ferienzeiten nicht völlig durcheinandergeraten. So legt das Urlaubsrahmenabkommen fest, dass es pro Schuljahr insgesamt 75 Ferientage gibt. Davon sind mindestens 12 Samstage enthalten, was bedeutet, dass die reinen Werktage auf 63 begrenzt sind.

Das klingt vielleicht kompliziert, ist aber praktisch: Die Ferien sind so verteilt, dass sie sich nicht zu sehr häufen, aber auch nicht zu kurz ausfallen. Jedes Bundesland kann die Ferien innerhalb dieses Rahmens selbst festlegen – deshalb sieht man oft, dass die Ferien in Bayern schon enden, während sie in Nordrhein-Westfalen erst beginnen.

Ein besonderes Beispiel ist Bayern. Dort legt das Kultusministerium großen Wert auf lange Sommerferien – oft gehören sechs Wochen dazu. Dafür sind die anderen Ferien etwas kürzer. Wer im August in Bayern unterwegs ist, merkt schnell: Die Schulen sind zu, die Straßen sind leerer, und die Familien sind oft im Urlaub.

Die Ferien sind nicht nur eine Erholungszeit für Schüler, sondern auch wichtig für Eltern und den Tourismus. Viele planen ihren Urlaub gezielt um die Schulferien herum. Und wer in Deutschland lebt, kennt das Phänomen: Ab dem ersten Ferientag wird es plötzlich ruhiger in den Innenstädten – bis zum ersten Montag nach Ferienende.

Ob man nun in Bayern, Berlin oder Bremen zur Schule geht – die rund 75 Ferientage im Jahr sind ein fester Bestandteil des Bildungskalenders und sorgen für ausreichend Zeit zum Entspannen, Reisen und Neues entdecken.

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