Was bedeutet „Pessimist“?
Das Wort Pessimist stammt aus dem Deutschen und beschreibt eine Person, die die Dinge eher schwarz sieht. Wer als Pessimist gilt, erwartet oft das Schlechteste in einer Situation – nicht aus Bosheit, sondern aus einer grundsätzlich vorsichtigen oder negativen Lebenshaltung heraus. Der Begriff reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück und leitet sich vom lateinischen „pessimus“ ab, was „der Allerschlechteste“ bedeutet. Klingt hart – trifft aber ziemlich genau, worum es geht.
Ein Pessimist ist nicht einfach nur schlecht gelaunt. Vielmehr hat er die Tendenz, Schwierigkeiten eher zu übersehen als Chancen zu erkennen. Während Optimisten sagen: „Das klappt schon!“, denkt der Pessimist: „Das wird wohl nichts.“ Interessant ist, dass viele Pessimisten nicht unbedingt unglücklich sind – sie bereiten sich oft besser auf Rückschläge vor, weil sie das Schlimmste antizipieren.
Trotzdem kann eine zu negative Sicht des Lebens ermüdend wirken – für einen selbst und für andere. Deshalb versuchen viele, bewusst zwischen realistischer Vorsicht und unbegründeter Schwarzmalerei zu unterscheiden. Ein gesundes Maß an Pessimismus kann durchaus nützlich sein, etwa wenn man Risiken ernst nimmt. Aber wer ständig nur das Schlechteste erwartet, könnte Gefahr laufen, gute Momente zu übersehen.
Der Reim auf „-ist“ – wie in „Realist“ oder „Idealist“ – zeigt: Der Pessimist ist Teil einer langen Tradition menschlicher Haltungen. Ob man ihn braucht? Vielleicht. Ob man mit ihm durchs Leben gehen möchte? Kommt ganz darauf an, wie sehr man Schatten mag.
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