Was Chinesen statt WhatsApp nutzen

Wenn man in China unterwegs ist, fällt schnell eines auf: Die üblichen internationalen Apps wie Facebook, WhatsApp oder YouTube sucht man dort vergeblich. Diese Dienste sind im Land seit Jahren gesperrt. Doch das hat die digitale Kommunikation keineswegs gebremst – im Gegenteil.

Stattdessen hat sich einheimisch eine ganz eigene digitale Welt entwickelt, angeführt von einer App, die beinahe jeder Chinese nutzt: WeChat. Mit über eine Milliarde aktiver Nutzer ist WeChat weit mehr als nur ein Messenger. Es ist ein Alles-in-einem-Dienst – von Nachrichten über Zahlungen bis hin zu Terminbuchungen und Kurzvideos.

Anders als WhatsApp, das vor allem zum Chatten und Telefonieren dient, nutzt man WeChat im Alltag als digitales Portemonnaie, soziales Netzwerk und sogar als Identitätsnachweis. Man bestellt damit Essen, zahlt die Miete, bucht Arzttermine oder folgt Nachrichtenkanälen. Fast alles läuft über diese eine App.

Dahinter steht das Unternehmen Tencent, eines der größten Technologieunternehmen Chinas. WeChat ist nicht nur beliebt, sondern lebensnotwendig – wer in China lebt oder reist, kommt kaum daran vorbei. Während wir in Deutschland weiter auf WhatsApp setzen, zeigt China, wie viel mehr ein Messenger leisten kann, wenn er tief in den Alltag integriert ist.

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