Was man braucht, um nach Frankreich auszuwandern

Wer seinen Lebensmittelpunkt nach Frankreich verlegen möchte, muss sich als EU-Bürger zum Glück keine großen Sorgen um die bürokratischen Hürden machen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist die Auswanderung in die „Hexagon“ – wie Frankreich in der Fachsprache oft genannt wird – für Europäer vergleichsweise einfach. Der wichtigste Punkt: Als Bürger eines EU-Landes benötigen Sie keine spezielle Aufenthaltserlaubnis. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass reicht aus, um sich dauerhaft niederzulassen.

Dennoch lohnt es sich, einige Dinge frühzeitig zu regeln. Zwar ist die Sprache keine offizielle Voraussetzung, aber Grundkenntnisse in Französisch erleichtern das Alltagsleben ungemein – vom Arztbesuch bis zur Kontaktaufnahme mit Behörden. Wer länger bleibt, sollte spätestens nach drei Monaten seine Anmeldung bei der örtlichen Mairie (Gemeindeverwaltung) vornehmen. Damit werden Sie offiziell im französischen Wohnregister erfasst.

Auch die Krankenversicherung ist wichtig. Als EU-Bürger können Sie Ihre bestehende Versicherung zunächst weiterführen und sich später in das französische System einbinden lassen. Wer arbeiten möchte, findet je nach Region unterschiedlich viele Möglichkeiten – in ländlichen Gegenden kann es schwieriger sein als in Städten wie Lyon, Marseille oder Bordeaux.

Kulturinteressierte schätzen Frankreich für sein hohes Lebensgefühl, gute Küche und reiches Erbe. Mit etwas Vorbereitung und etwas Mut zur neuen Umgebung wird die Auswanderung oft zu einer bereichernden Erfahrung. Wichtig ist nur: Nicht zu lange planen – einfach machen.

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