Wie lange brennen Stearin- und Paraffinkerzen wirklich?

Wenn es um die Dauer einer Kerze geht, entscheidet oft das Material. Stearinwachs hat hier klare Vorteile: Kerzen aus Stearin brennen länger als viele andere Varianten. Sie sind zudem dafür bekannt, besonders wenig zu rußen und kaum zu tropfen – ein Pluspunkt für sauberes Licht und weniger Sauerei.

Doch woraus bestehen diese Kerzen eigentlich? Als Stearinkerzen dürfen sie nur bezeichnet werden, wenn sie zu mindestens 90 Prozent aus Stearin bestehen. Stearin wird meist aus pflanzlichen Fetten wie Palmöl gewonnen, was jedoch umweltkritisch diskutiert wird – vor allem wegen der damit verbundenen Entwaldung. Ähnlich verhält es sich mit Paraffin, einem Nebenprodukt der Erdölraffination. Auch Paraffin steht in der Kritik, da es nicht nachwachsend ist und bei der Verbrennung Ruß und andere Schadstoffe freisetzen kann.

Viele Verbraucher suchen deshalb nach Alternativen – etwa Kerzen aus Bienenwachs oder Soja. Doch auch hier lohnt ein genauer Blick auf die Herkunft und Verarbeitung. Bienenwachskerzen sind zwar natürlicher, aber oft teurer und nicht immer frei von Zusätzen.

Insgesamt zeigt sich: Wer eine langlebige, saubere und rußarme Kerze sucht, ist mit echten Stearinkerzen gut beraten. Wichtig ist jedoch, auf die Kennzeichnung zu achten und auf nachhaltige Herkunft zu setzen, wo immer möglich. Die Wahl der richtigen Kerze ist nicht nur eine Frage der Brenndauer – sondern auch der Umweltverträglichkeit.

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