Was bringt 5 cm Styropor an der Fassade?

Wer sein Haus dämmt, will Heizkosten sparen und das Raumklima verbessern. Doch nicht jede Dämmung ist gleich wirksam. Bei Polystyrol, besser bekannt als Styropor, zeigt sich bereits bei einer Stärke von 5 bis 10 cm eine Effizienzschwelle. Das bedeutet: Eine 5 cm dicke Platte bringt zwar eine gewisse Wärmedämmung, doch dicker wird der Effekt kaum deutlich besser.

Viele Hersteller empfehlen zwar immer dickere Dämmplatten – doch die Realität ist anders. Styropor besitzt eine geringe Wärmespeicherfähigkeit. Es hält Kälte zwar ab, kann aber Wärme nicht gut speichern. Dadurch kann es weder im Winter noch im Sommer optimale Temperaturen stabilisieren. Es dämmt lediglich, ohne das Raumklima wirkungsvoll auszugleichen.

Zudem ist Styropor ein Kunststoff, der bei Brand leicht entflammt und giftige Gase freisetzt. Auch die Herstellung ist energieintensiv und belastet die Umwelt. Wer dauerhaft und nachhaltig dämmen möchte, sollte daher über Alternativen wie Holzfaser, Mineralwolle oder Hanf nachdenken. Diese Materialien speichern Wärme besser und sind ökologisch verträglicher.

Ein 5 cm dicker Styropor-Schutz mag auf den ersten Blick günstig und einfach erscheinen. Doch langfristig lohnt es sich, über die Qualität der Dämmung und ihre Auswirkungen auf Klima und Komfort genauer nachzudenken. Dämmen allein reicht nicht – es kommt auf das richtige Material am richtigen Ort an.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen