Was tun bei Nagelpilz? Empfehlungen von Ärzten
Wenn sich die Zehennägel verfärben, dicker werden oder bröselig aussehen, deutet das oft auf einen Nagelpilz hin. Viele Menschen zögern, deswegen zum Arzt zu gehen – doch eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um Komplikationen zu vermeiden, besonders bei Diabetikern oder Menschen mit Durchblutungsstörungen.
Ärzte empfehlen je nach Befund unterschiedliche Therapien. Wenn nur ein kleiner Teil des Nagels betroffen ist, wird oft zunächst ein Antipilz-Nagellack verschrieben. Dieser wird meist wöchentlich oder tägliche aufgetragen und dringt direkt in den befallenen Nagel ein. Die Behandlung dauert geduldig – oft mehrere Monate –, da der gesunde Nagel erst nachwachsen muss.
Bei stärkeren Befall greifen Ärzte häufig zu oralen Antipilzmitteln in Tablettenform. Diese wirken von innen und sind effektiver, wenn der Pilz bereits tiefer sitzt. Allerdings müssen bei der Einnahme die Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden, da die Medikamente die Leber belasten können.
Zusätzlich rät der Arzt oft zu einer guten Fußhygiene: Fußboden in Schwimmbädern oder Saunen meiden, eigene Handtücher und Fußbekleidung nutzen und Schuhe gut lüften. Auch Nagelscheren nach der Benutzung desinfizieren – wichtig, um eine Ansteckung anderer Nägel oder Kontaktpersonen zu vermeiden.
Wichtig ist: Selbstmedikation mit billigen Mitteln aus dem Internet führt oft zu Frustration. Wer unsicher ist, sollte früh einen Arzt aufsuchen – Hautarzt oder Podologe kennen die effektivsten Wege, um dem lästigen Pilz langfristig den Garaus zu machen.
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