Die Tradition des Heurigen in Österreich

Wer in Österreich von einem Heurigen spricht, meint nicht nur den Wein der aktuellen Saison, sondern vor allem ein Stück gelebte Gemütlichkeit. Ursprünglich bezeichnete das Wort schlicht den heuer – also im laufenden Jahr – gekelterten Wein. Heute steht der Begriff für eine Gastronomieform, die fest mit der österreichischen Kultur verwurzelt ist.

Eng verbunden mit dem Heurigen ist die Tradition der Buschenschank. Dabei handelt es sich um einen zeitweiligen Ausschank von landwirtschaftlichen Betrieben. Winzer bieten hier ihren Eigenbauwein, Most oder Sturm sowie regionale Spezialitäten an. Dass ein Betrieb geöffnet hat, erkennt man traditionell am „Buschen“ – einem gebundenen Zweig aus Fichten- oder Kiefernholz, der gut sichtbar über dem Eingang hängt. Im Volksmund heißt es dann kurz: Es ist aussteckt.

Kulinarisch überzeugt der Heurige mit bodenständigen Köstlichkeiten. Neben dem frischen Jungwein schätzen die Gäste herzhafte Jausenbretter, hausgemachte Aufstriche wie Liptauer, Schweinsbraten und frisches Bauernbrot. Ganz gleich ob in Wien, dem Weinviertel oder der Steiermark: Ein Besuch beim Heurigen bietet die perfekte Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen und die lokale Weinkultur authentisch zu erleben.

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