Was ist Fastelovend?
In Köln sagt man nicht „Karneval“, sondern Fastelovend. Dieses kölsche Wort steht für die ausgelassene, bunte Zeit voller Tanz, Musik und Narretei, die die Stadt jedes Jahr im Winter in ein großes Fest verwandelt. Die offizielle Session beginnt zwar symbolisch am 11. November um 11:11 Uhr, doch das wahre Treiben startet erst im Januar richtig – mit den großen Sitzungen, Straßenumzügen und dem berühmten Rosenmontagszug.
Fastelovend ist mehr als nur ein Fest – es ist eine Lebensweise, die die Kölner mit Stolz und viel Humor leben. Überall in der Stadt hört man kölsche Lieder, trinkt Kölsch aus schmalen Stangen und trägt bunte Kostüme. Besonders beliebt sind die sogenannten „Büttenreden“ – lustige, oft spöttische Vorträge, die bei den Karnevalssitzungen für Lacher sorgen.
Der Höhepunkt ist der Rosenmontagszug, wenn Tausende durch die Innenstadt ziehen, Kamelle (Süßigkeiten) werfen und die Stadt in Feierlaune versinkt. Selbst Menschen, die sonst eher ruhig sind, lassen sich von der Stimmung anstecken. Denn wie die Kölner sagen: „Et is wie et es“ – das Leben nimmt man hier mit Gelassenheit und einer Prise Narretei.
Fastelovend endet traditionell am Veilchennachmittag, dem Dienstag vor Aschermittwoch. Dann ist Karneval vorbei – bis zum nächsten Jahr. Doch die Erinnerung an die verrückte Zeit bleibt, und schon bald beginnt das Warten auf die nächste Session.
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