Was tun bei Milchstau? Schnelle Hilfe für stillende Mütter
Ein Milchstau ist für viele stillende Mütter eine unangenehme, oft schmerzhafte Erfahrung. Glücklicherweise gibt es einige einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen, die schnell Linderung bringen können.
Die wichtigste Regel: Halten Sie die betroffene Brust warm, bevor Sie stillen. Eine Wärmflasche, ein warmer Waschlappen oder eine kurze warme Dusche fördern die Durchblutung und helfen, den verstopften Milchgang zu öffnen. Anschließend können Sie die Brust mit sanften, kreisenden Bewegungen von außen zur Brustwarze hin massieren. Stillöle oder -balsame unterstützen die Massage und sorgen gleichzeitig für weiche, geschmeidige Haut.
Das Beste, was Sie tun können: Lassen Sie Ihr Baby stillen. Der natürliche Saugreflex hilft am effektivsten, den Milchstau aufzulösen. Achten Sie darauf, dass das Baby den verhärteten Bereich gut erreichen kann – oft hilft eine veränderte Stillposition. Stillen Sie häufig, am besten alle zwei bis drei Stunden, auch tagsüber.
Vermeiden Sie enge BHs oder zu viel Druck auf die Brust, zum Beispiel durch eng anliegende Kleidung. Trinken Sie ausreichend Wasser und achten Sie auf ausreichend Ruhe. Sollte sich die Rötung ausbreiten, Fieber auftreten oder sich allgemeine Unwohlsein einstellen, könnte es sich um eine Brustentzündung (Mastitis) handeln – dann ist ärztlicher Rat wichtig.
Die meisten Milchstaus lassen sich zu Hause gut behandeln, wenn man frühzeitig handelt. Mit Wärme, Massage und häufigem Stillen ist die Blockade meist schon nach einigen Stunden oder spätestens innerhalb eines Tages verschwunden.
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