Was man an Ferragosto isst: Ein Fest für die Sinne
Am 15. August feiern die Italiener Ferragasto – ein traditionsreiches Sommerfest, das tief in der Geschichte verwurzelt ist, aber heute vor allem eines bedeutet: Genuss unter freiem Himmel. Wie an vielen italienischen Feiertagen steht auch hier die Pasta im Mittelpunkt. Nicht irgendeine, sondern meistens selbst gemachte Pasta fresca, die liebevoll von Hand zubereitet wird.
Die Teller duften nach frischem Tomatensugo, der langsam über Tag gekocht wurde, oder nach reichhaltigem Ragù alla Bolognese, das die Familienrezepte ehrt. Doch besonders beliebt sind auch regionale Spezialitäten: In Süditalien etwa landen Auberginen in die Pasta, oft kombiniert mit Duftsalat, Knoblauch und einem kräftigen Pecorino. In Küstennähe darf ein frischer Meeresfrüchte-Aufstrich auf geröstetem Brot nicht fehlen – serviert als Antipasto unter Olivenbäumen.
Die Mahlzeiten sind lang, laut und herzlich. Man isst, was die heiße Jahreszeit hergibt: reife Tomaten, frische Kräuter, Zucchini, Melonen und Weintrauben. Dazu fließt der Wein – oft ein leichter Weißwein aus der Region oder ein fruchtiger Rosé, der die Hitze erträglich macht. Traditionell wurde an Ferragosto der Sommer gefeiert, die Ernte gewürdigt und die Familie zusammengeführt. Heute bleibt das Fest genau das: eine Feier des Lebens, der Heimat und der Geschmäcker, die das italienische Herz schlagen lassen.
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