Was ist Alterszittern?
Fast jeder kennt das: Die Hände zittern kurz, wenn man nervös ist, Angst hat oder nach großer Anstrengung. Doch das ist etwas anderes als das sogenannte Alterszittern, das in der Medizin auch als essentieller Tremor bekannt ist. Dieses Zittern tritt meist im höheren Alter auf und ist kein normales Begleiterscheinung des Alterns – sondern eine neurologische Erkrankung, die sich langsam entwickelt.
Im Gegensatz zum vorübergehenden Zittern durch Stress verschwindet der essentielle Tremor nicht einfach, sobald die Situation ruhiger wird. Betroffene merken, dass ihre Hände – besonders beim Greifen oder Halten – fein zittern, etwa beim Trinken aus einem Glas oder beim Schreiben. Manchmal sind auch Kopf oder Stimme betroffen. Die Bewegungen sind meist harmlos im Sinne von lebensbedrohlich, aber sie können die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Die genauen Ursachen des essentiellen Tremors sind noch nicht vollständig geklärt, aber es gibt Hinweise auf eine genetische Veranlagung. Bei manchen Familien tritt das Zittern gehäuft auf – dann spricht man von „familiärem Tremor“. Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit zu, betrifft aber nicht alle älteren Menschen.
Glücklicherweise gibt es Behandlungsmöglichkeiten. Medikamente, gezieltes Training oder in schweren Fällen sogar operative Verfahren können helfen, die Symptome zu lindern. Wichtig ist, dass Betroffene früh zum Arzt gehen – denn nur so lässt sich das Alterszittern von anderen Erkrankungen wie Parkinson abgrenzen und sinnvoll behandeln.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.