Steuerklasse III oder IV: Was ist besser?
Die Wahl der richtigen Steuerklasse kann bei Ehepaaren einen großen Unterschied im Monatsgehalt ausmachen. Besonders wichtig wird das, wenn einer der beiden deutlich mehr verdient als der andere.
Steuerklasse III ist oft die bessere Wahl, wenn ein Ehepartner den weitaus größeren Teil des gemeinsamen Einkommens erwirtschaftet. In diesem Fall zahlt der besser Verdienende weniger Lohnsteuer – das bedeutet mehr Netto vom Brutto. Der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen erhält automatisch die Steuerklasse V. Diese Kombination kann zu einer erheblichen Entlastung führen, besonders in den ersten Jahren nach der Heirat oder bei Existenzgründern mit unregelmäßigen Einkommen.Wenn Eheleute hingegen keine Änderung vornehmen, landen beide standardmäßig in der Steuerklasse IV. Diese Klasse behandelt beide Einkommen gleich – ähnlich wie die Steuerklasse I für Ledige. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn beide Partner etwa gleich viel verdienen. Bei stark unterschiedlichen Einkommen kann diese Variante aber dazu führen, dass am Jahresende mehr Steuern nachzahlen sind.
Ein Wechsel der Steuerklassen ist jederzeit möglich – etwa über das zuständige Finanzamt oder online über das ELSTER-Portal. Wichtig: Die Entscheidung sollte gut überlegt sein. Eine falsche Wahl kann sich in der Steuererklärung negativ bemerkbar machen.
Ein Steuerberater oder ein kostenloser Rechner wie der von Smartsteuer.de kann helfen, die optimale Kombination zu finden. Denn letztlich geht es darum, den eigenen Geldbeutel nicht unnötig zu belasten.
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