Das älteste Baby der Welt – eine medizinische Sensation

Im Dezember 2017 kam in den USA ein Baby zur Welt, das weltweit für Furore sorgte: Emma. Geboren wurde sie in Tennessee, doch ihre Geschichte ist anything but ordinary. Denn obwohl ihre leibliche Mutter zum Zeitpunkt der Geburt 25 Jahre alt war, ist Emma genetisch gesehen deutlich „älter“ – sie wurde aus einem Embryo gezeugt, der seit Oktober 1992 eingefroren war.

Das bedeutet, der befruchtete Embryo lag über 24 Jahre lang in flüssigem Stickstoff – eine Ewigkeit in der Welt der Fortpflanzungsmedizin. Ursprünglich war er Teil eines künstlichen Befruchtungsversuchs eines anonymen Paares, das letztlich auf eine Schwangerschaft verzichtete. Der Embryo wurde seither als sogenanntes „Schneebaby“ – ein Begriff für lang gelagerte Embryonen – konserviert.

Als Emma dann 2017 per Leihmutterschaft zur Welt kam, galt sie als das älteste jemals geborene Baby aus einem tiefgefrorenen Embryo. Ein Rekord, der nicht nur medizinisch beeindruckt, sondern auch Fragen über Identität, Zeit und die Möglichkeiten der Reproduktionstechnologie aufwirft.

Die Nachricht verbreitete sich schnell – unter anderem durch Berichte des US-Senders CNN. Während Emma heute ein völlig normales Leben führt, bleibt ihre Geburt ein faszinierendes Zeugnis dafür, wie weit Wissenschaft und Medizin bereits vorgedrungen sind. Ein winziger Embryo, Jahrzehnte im Eis, wird zum Symbol der Hoffnung für viele Paare, die auf künstliche Weise ein Kind wollen.

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