Ist schwarzer oder weißer Schimmel gefährlich?
Die Frage, ob schwarzer oder weißer Schimmel gefährlicher ist, beschäftigt viele Mieter und Hauseigentümer. Die klare Antwort lautet: Beide können gesundheitsschädlich sein, doch besonders Schwarzer Schimmel – oft Stachybotrys chartarum – wird als besonders riskant eingestuft. Er gedeiht vorzugsweise auf feuchtem, organischen Material wie Holz oder Tapeten und kann unter bestimmten Bedingungen toxische Substanzen freisetzen.
Trotzdem sollte man weißen Schimmel nicht unterschätzen. Er ist oft unscheinbar und kann sich leicht mit Kalk- oder Salzablagerungen verwechseln. Doch auch weiße Pilzkolonien können Allergien auslösen, Atembeschwerden verursachen oder bei empfindlichen Personen – etwa Kindern oder Allergikern – gesundheitliche Probleme hervorrufen.
Wichtig zu wissen: Es geht nicht nur um die Farbe. Jede Schimmelpilzart in Innenräumen ist ein Warnsignal und weist auf Feuchtigkeit, mangelnde Belüftung oder Bauschäden hin. Ob blau, grün, gelb oder rot – sichtbarer Schimmel gehört nicht ignoriert, sondern professionell begutachtet und beseitigt.
Die Feuchteklinik Berlin weist darauf hin, dass viele Mythen über Schimmel kursieren – etwa, dass nur schwarzer Schimmel gefährlich sei. Das ist ein Irrtum. Auch kleinere, unscheinbare Stellen können langfristig zur Belastung werden. Wer Schimmel entdeckt, sollte daher ruhig, aber zügig handeln: Zuerst die Ursache (Feuchtigkeit!) finden, dann die Sanierung angehen. Bei größeren Befällen ist der Einsatz eines Fachmanns sinnvoll.
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