Sind 12.000-Züge-Vapes erlaubt?
In Deutschland sorgen Einweg-Vapes mit besonders hohen Zugzahlen wie 12.000 Zügen für viel Aufsehen – vor allem, weil sie optisch auffällig sind und stark beworben werden. Doch rechtlich gesehen gibt es klare Grenzen. Seit 2016 gilt in der EU die Tabakproduktrichtlinie, die auch in Deutschland umgesetzt wurde. Danach dürfen Einweg-E-Zigaretten maximal 2 Milliliter Liquid enthalten und die Nikotinkonzentration darf 20 Milligramm pro Milliliter nicht überschreiten.
Weiterhin besagt die Regelung, dass der maximale Aerosolgehalt auf 600 Züge begrenzt ist. Das bedeutet: Vapes, die 12.000 Züge versprechen, verstoßen eindeutig gegen diese Vorschrift. Solche Produkte dürfen weder legal verkauft noch in den Verkehr gebracht werden. Wer sie dennoch im Laden oder online kauft, erhält sie meist aus Graumärkten oder aus Ländern mit anderen Gesetzen.
Obwohl sie beliebt sind – besonders bei jungen Erwachsenen –, stehen diese Geräte immer wieder in der Kritik. Experten warnen vor gesundheitlichen Risiken und der hohen Nikotinmenge, die bei Dauergebrauch zur Abhängigkeit führen kann. Zudem enthalten viele dieser Produkte oft nicht gekennzeichnete Inhaltsstoffe, deren Langzeitwirkung unklar ist.
Die zuständigen Behörden in Deutschland, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung, arbeiten daran, solche nicht konformen Produkte vom Markt zu nehmen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher nur geprüfte, gesetzeskonforme Vapes kaufen – am besten in Apotheken oder autorisierten Fachgeschäften. Die großen Zahlen auf den Verpackungen klingen zwar beeindruckend, aber nicht alles, was verkauft wird, ist auch erlaubt.
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