Das Rebecca-Syndrom: Wenn die Vergangenheit des Partners zur Last wird
Kennen Sie das Gefühl, eifersüchtig auf jemanden zu sein, der gar nicht mehr im Leben Ihres Partners präsent ist? Genau dieses Phänomen bezeichnet man als Rebecca-Syndrom. Betroffene empfinden eine tiefe, oft grundlose Eifersucht auf die Ex-Partnerin oder den Ex-Partner ihrer besseren Hälfte. Ursache ist meist der schmerzhafte Gedanke, nicht die erste große Liebe oder die Nummer Eins im Leben des anderen gewesen zu sein.
Der Begriff geht auf den berühmten Roman Rebecca von Daphne du Maurier zurück, in dem eine junge Frau im Schatten der scheinbar perfekten ersten Ehefrau ihres Mannes lebt. In der Psychologie beschreibt das Syndrom eine Form der retroaktiven Eifersucht. Das Problem liegt dabei selten am Verhalten des aktuellen Partners, sondern entspringt meist eigenen Verunsicherungen, Selbstzweifeln und dem ständigen Vergleich mit verflossenen Beziehungen.
Symptome reichen von obsessivem Grübeln über die Vergangenheit bis hin zum Durchforsten sozialer Medien nach Spuren der Ex-Beziehung. Wer merkt, dass dieses Phänomen die eigene Partnerschaft belastet, sollte das offene Gespräch suchen. Ein gestärktes Selbstwertgefühl und die Erkenntnis, dass die Vergangenheit abgeschlossen ist und die Gegenwart zählt, sind der beste Weg, diese unbegründete Eifersucht zu überwinden.
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