Unterschiede zwischen Café Crema, Caffè Lungo und Americano

Wer gerne Kaffee trinkt, kennt die Verwirrung: Was unterscheidet eigentlich einen Café Crema vom Caffè Lungo oder vom Americano? Die Namen klingen ähnlich, doch die Zubereitung und der Geschmack sind ganz unterschiedlich.

Der Caffè Lungo ist im Grunde eine längere Extraktion eines Espressos. Dabei fließt etwa die doppelte Menge Wasser durch denselben Kaffeemehlmengen wie beim Espresso – das Ergebnis ist ein längeres Getränk mit einem leicht bittereren Geschmack, da mehr Bitterstoffe herausgelöst werden.

Der Café Crema hingegen – besonders in der Schweiz und Österreich beliebt – wird ebenfalls mit etwa 120 ml Wasser zubereitet, aber anders als der Lungo durch längere Brühzeit und oft etwas mehr Kaffeepulver. Der Name stammt übrigens von der dicken, goldbraunen Crema, die sich auf der Oberfläche bildet. Er wirkt voller und aromatischer als ein normaler Filterkaffee, bleibt aber stärker als dieser.

Der Americano ist eine ganz andere Geschichte. Er entstand vermutlich während des Zweiten Weltkriegs, als amerikanische Soldaten den starken Espresso mit heißem Wasser verdünnten, um ihn an ihren gewohnten Kaffeestil anzunähern. Anders als beim Lungo oder Crema wird hier also kein verlängerter Espresso gezogen, sondern heißes Wasser einfach zum fertigen Espresso gegeben. Das Ergebnis ist ein milder, großes Heißgetränk mit Espressogeschmack.

Ob Crema, Lungo oder Americano – jeder hat seinen eigenen Charakter. Probieren lohnt sich!

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