Was unterscheidet Keime von Bakterien?

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe Keime und Bakterien oft synonym verwendet. Dennoch beschreiben sie aus wissenschaftlicher Sicht unterschiedliche Dinge. Während Bakterien eine konkrete Gruppe von Lebewesen darstellen, ist der Begriff Keim ein allgemeiner Oberbegriff.

In der Mikrobiologie versteht man unter Keimen mikroskopisch kleine Krankheitserreger. Dazu gehören nicht nur Bakterien, sondern beispielsweise auch Pilze oder Viren, die Infektionen im Körper auslösen können. Interessanterweise gibt es in der Entwicklungsbiologie noch eine ganz andere Definition: Dort bezeichnet man den entstehenden Embryo als Keim.

Bakterien hingegen sind einzelzellige Organismen ohne Zellkern. Sie existieren überall in unserer Umwelt sowie im und auf dem menschlichen Körper. Anders als Keime, die meist negativ besetzt sind, sind viele Bakterien extrem nützlich oder sogar lebensnotwendig. Ein bekanntes Beispiel ist die Darmflora, die maßgeblich zur Verdauung beiträgt. Erst wenn Bakterien Krankheiten verursachen, fallen sie unter die Kategorie der Keime.

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