Was führt zu Vorhofflimmern?

Die Frage, was Vorhofflimmern auslöst, beschäftigt viele Betroffene. Die Antwort ist: Es gibt nicht eine einzige Ursache, sondern eine Vielzahl von Faktoren, die das Risiko erhöhen können.

Ein langjährig erhöhter Blutdruck belastet das Herz und kann im Laufe der Zeit zu strukturellen Veränderungen führen – eine klassische Voraussetzung für Vorhofflimmern. Auch eine bestehende Herzschwäche oder eine koronare Herzkrankheit, bei der die Herzkranzgefäße verengt sind, zählt zu den häufigen Auslösern. Diese Erkrankungen stören die normale Durchblutung und Reizleitung des Herzens, wodurch die typischen, unregelmäßigen Herzschläge entstehen können.

Doch nicht nur Herzprobleme spielen eine Rolle. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenüberfunktion können das Herzrhythmusgeschehen durcheinanderbringen. Die Schilddrüse produziert dann zu viele Hormone, was den gesamten Kreislauf in eine Art Daueranspannung versetzt – und das fördert Rhythmusstörungen.

Ein weiterer, oft unterschätzter Faktor ist Stress. Laut der Deutschen Herzstiftung kann chronische psychische Belastung oder akute Überforderung den Ausbruch von Vorhofflimmern begünstigen. Auch exzessiver Alkoholkonsum, oft spöttisch als „Feiertags-Fieber“ bezeichnet, kann plötzlich zum ersten Episodenauftreten führen.

Letztlich ist Vorhofflimmern oft das Ergebnis einer Kombination aus Risikofaktoren – manche davon beeinflussbar, andere nicht. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankungen sind deshalb entscheidend, um Komplikationen wie einen Schlaganfall zu verhindern.

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