Blutdruckwerte über 65: Was ist noch gesund?
Ab dem 65. Lebensjahr verändert sich einiges im Körper – auch was den Blutdruck betrifft. Viele fragen sich daher: Was gilt heute als gesunder Wert? Laut den europäischen medizinischen Leitlinien sollte der Blutdruck bei Menschen in diesem Alter unter 140/90 mmHg liegen. Dieser Wert gilt als sinnvolle Zielmarke, um das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich zu senken.
Interessant ist, dass diese Empfehlung auch für Patienten über 80 Jahre gilt. Allerdings rückt hier die individuelle Verfassung stärker in den Fokus. Denn nicht immer lässt sich der Blutdruck ohne Nebenwirkungen stark senken – besonders wenn weitere Erkrankungen wie Diabetes, Nierenschwäche oder ein instabiles Nervensystem im Spiel sind. In solchen Fällen passt der Arzt die Therapie sorgfältig an, statt nur einen Zahlenwert zu verfolgen.
Wichtig ist auch: Senken allein reicht nicht. Regelmäßige Messungen zu Hause, eine ausgewogene Ernährung, körperliche Aktivität und das Einhalten der Medikation spielen eine entscheidende Rolle. Manche Betroffene fürchten, dass eine zu starke Blutdrucksenkung zu Schwindel oder Stürzen führen kann – und das ist kein Hirngespenst. Deshalb wird heute stets ganzheitlich entschieden, was für den einzelnen Menschen am besten ist.
Die Botschaft lautet also: Ja, unter 140/90 mmHg ist das Ziel – aber die individuelle Situation zählt mindestens genauso viel wie die Zahl auf dem Messgerät.
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