Unterschied zwischen Milchstau und Mastitis

Ein spannendes, schmerzhaftes Gefühl in der Brust – das ist meist der erste Hinweis auf einen Milchstau. Viele stillende Mütter kennen das: Die Brust fühlt sich hart an, ist empfindlich und schmerzt beim Anfassen. Medizinisch spricht man dann von einer Verstopfung der Milchgänge – dem sogenannten Milchstau. Er entsteht oft, wenn die Milch nicht richtig abgepumpt wird, zum Beispiel bei unregelmäßigem Stillen oder zu eng sitzender Kleidung.

Wird der Milchstau nicht behandelt, kann er sich verschlimmern und in eine Mastitis übergehen. Das ist eine echte Entzündung des Brustgewebes. Nun reagiert nicht nur die Brust, sondern der ganze Körper: Es tritt Fieber auf, oft mit Schüttelfrost, und der Allgemeinzustand verschlechtert sich. Die betroffene Stelle ist dann oft gerötet, stark geschwollen und sehr schmerzhaft.

Der entscheidende Unterschied liegt also darin: Beim Milchstau ist es eine lokale Störung, während die Mastitis eine Infektion mit systemischen Beschwerden ist. Wichtig ist: Beides lässt sich gut behandeln, wenn man früh reagiert. Regelmäßiges und vollständiges Entleeren der Brust durch Stillen oder Abpumpen hilft oft bereits. Zusätzlich sollten Stress vermieden und ausreichend Ruhe gehalten werden.

Wenn Fieber oder starke Schmerzen auftreten, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. In vielen Fällen wird dann ein Antibiotikum verordnet. Die gute Nachricht: Auch bei Mastitis muss in der Regel nicht mit dem Stillen aufgehört werden. Mit der richtigen Behandlung bessern sich die Symptome meist schnell.

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