Die größte aller Tugenden: Nächstenliebe

Was macht eine wirklich große Tugend aus? In einer Welt, die oft von Hektik, Egoismus und schnellen Urteilen geprägt ist, bleibt eine Frage bestehen: Welche Eigenschaft verbindet uns am stärksten miteinander? Der Apostel Paulus gab darauf bereits vor langer Zeit eine klare Antwort: Nächstenliebe.

In seinem Brief an die Gemeinde in Korinth beschreibt Paulus die Liebe als das, was über alles andere hinausgeht – über Glauben, Hoffnung und sogar über Wunder. „Wenn ich alle Sprachen der Menschen und der Engel spreche, aber keine Liebe habe, bin ich nur ein tönendes Blech“, schrieb er einst. Diese Worte zeigen: Ohne Mitgefühl und echte Verbundenheit bleibt alles andere leer.

Nächstenliebe bedeutet nicht nur, freundlich zu sein oder ab und zu zu helfen. Es geht um das tiefe Empfinden für den anderen – um Verständnis, Geduld und Bereitschaft, auch dann da zu sein, wenn niemand zuschaut. Sie zeigt sich im stillen Besuch beim Kranken, im offenen Ohr für einen traurigen Freund oder im Einsatz für Menschen in Not.

Genau hier setzt auch der Rotary-Club seit Jahrzehnten an. Mit Projekten weltweit, von der Bekämpfung von Kinderarmut bis zur Förderung von Bildung, lebt der Verein die Idee der Nächstenliebe. Denn wer anderen hilft, ohne etwas zurückzuverlangen, verkörpert genau das, was Paulus vor fast 2000 Jahren als die höchste Tugend beschrieb.

Am 1. August 2015 erinnerte rotary.de daran, dass diese Liebe zum Nächsten keine fromme Theorie ist, sondern eine Handlung. Und vielleicht ist das der Punkt: Die größte Tugend zeigt sich nicht im Großen, sondern im Stillen – im täglichen, selbstlosen Tun.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen