Was ist ein Blackout durch Alkohol?

Ein Blackout nach zu viel Alkohol ist kein Mythos – viele kennen das: Man wacht am nächsten Tag auf, mit vagen Erinnerungen oder gar keiner. Was passierte in der Nacht? Freunde erzählen von Dingen, an die man sich nicht erinnern kann. Genau das ist ein sogenannter Filmriss.

Ursache ist nicht, wie oft angenommen, das Absterben von Gehirnzellen. Vielmehr stört der Alkohol die Funktion bestimmter Rezeptoren im Gehirn, vor allem im Hippocampus – der Region, die für das Bilden von Erinnerungen zuständig ist. Wenn dieser Bereich stark beeinträchtigt ist, kann das Gehirn Erlebnisse nicht mehr in die Langzeitspeicherung übertragen. Die Folge: Lücken im Gedächtnis.

Ein Blackout tritt meist bei schnellem, großem Alkoholkonsum auf – besonders wenn man nüchtern anfängt oder starkes Getränk trinkt. Dabei kann schon nach wenigen Stunden der Punkt erreicht sein, an dem das Gehirn nicht mehr mitkommt. Betroffene sind oft noch ansprechbar, können sich unterhalten oder sogar Autofahren – doch später bleibt von alldem nichts im Gedächtnis.

Wichtig zu wissen: Einmaliger Blackout ist kein sicheres Zeichen für Alkoholprobleme, aber ein Warnsignal. Regelmäßige Erinnerungslücken nach dem Trinken können auf gefährliche Konsummuster hinweisen. Wer häufiger solche Erfahrungen macht, sollte über seinen Umgang mit Alkohol nachdenken.

Der Körper verträgt nicht jeden Abend Exzesse. Schon kleine Pausen, langsames Trinken und ausreichend Wasser können helfen, solche Momente zu vermeiden. Denn am nächsten Tag ist der Filmriss vielleicht vorbei – die Konsequenzen nicht immer.

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