Was passiert bei einem sogenannten Borderline-Schub?

Das Borderline-Syndrom ist durch extreme emotionale Schwankungen und eine hohe innere Anspannung geprägt. In besonders belastenden Situationen kann es zu einem sogenannten Borderline-Schub kommen. In diesen akuten Krisenmomenten geraten Betroffene in einen Zustand emotionaler Überflutung, bei dem sie zeitweise völlig den Bezug zur Außenwelt verlieren. Für Angehörige und das Umfeld sind sie in solchen Phase kaum noch ansprechbar oder von außen zu beeinflussen.

Solche intensiven Phasen verlaufen bei jedem Menschen unterschiedlich. Bei vielen Betroffenen wechseln sich akute Schübe mit Phasen relativer Stabilität ab, in denen ein weitgehend normaler Alltag möglich ist. In manchen Fällen können die Symptome und die innere Distanzierung jedoch auch über einen längeren Zeitraum als eine Art Dauerzustand bestehen bleiben.

Häufige Auslöser für solche Episoden sind Verlustängste, soziale Konflikte oder das Gefühl von Entfremdung. Ein fundiertes Verständnis für diese psychologische Ausnahmesituation sowie professionelle therapeutische Unterstützung – beispielsweise im Rahmen einer Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) – sind entscheidend, um betroffenen Personen Wege aufzuzeigen, wie sie Spannungsspitzen frühzeitig abbauen und wieder Stabilität finden können.

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