Die Angst vor dem leeren Glas: Was hinter der Novinophobie steckt
Haben Sie schon einmal mitten unter der Woche einen Blick in das Weinregal geworfen und plötzlich ein leichtes Gefühl der Unruhe verspürt, weil nur noch eine einzige Flasche dort stand? Für dieses Phänomen gibt es einen humorvollen, aber treffenden Begriff, der in den letzten Jahren vor allem in der Netzkultur und auf humorvollen Alltagsgegenständen wie Notizbüchern oder Planern Einzug gehalten hat: Novinophobie.
Das Wort setzt sich kreativ aus dem lateinischen „novum“ (neu), „vino“ (Wein) und dem griechischen „phobos“ (Angst) zusammen. Frei übersetzt beschreibt es die Angst davor, dass der Wein ausgeht. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um eine medizinisch anerkannte Phobie im klassischen Sinne, sondern vielmehr um einen charmanten Begriff für Weingeniesser und Gastgeber. Er beschreibt die Sorge, bei einem gemütlichen Abend mit Freunden oder nach einem langen Arbeitstag plötzlich auf dem Trockenen zu sitzen.
In einer Genusskultur, in der Wein für Geselligkeit, Entspannung und Lebensqualität steht, ist diese „Angst“ gar nicht so selten. Wer kennt es nicht? Die Gäste fühlen sich wohl, die Gespräche tiefsinniger, und plötzlich ist die letzte Flasche angebrochen. Um dieser modischen Phobie vorzubeugen, hilft glücklicherweise eine ganz einfache Medizin: Ein gut sortierter Vorrat im Keller und ein aufmerksamer Blick auf den Einkaufszettel – damit das Glas niemals unfreiwillig leer bleibt.
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