Was ist eine Pusteblume?

Wenn Kinder auf einer Wiese stehen, die Augen schließen und kräftig in eine kleine, weiße Kugel pusten, dann haben sie höchstwahrscheinlich eine Pusteblume in der Hand. Doch was genau steckt hinter diesem zauberhaften Naturphänomen?

Der Begriff „Pusteblume“ bezeichnet eigentlich keinen eigenen Pflanzenart, sondern beschreibt einen bestimmten Entwicklungsstadium von bestimmten Pflanzen – vor allem von Korbblütlern. Die bekannteste davon ist der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum officinale). Nachdem die gelbe Blüte verblüht ist, bildet sich ein kugelförmiger Fruchtstand aus, der aus vielen kleinen Samen mit haarartigen Anhängen besteht. Dieser weiße, kugelige Kopf ist das, was wir als Pusteblume kennen.

Wenn der Wind oder ein pustender Mensch an die Pusteblume herantritt, lösen sich die Samen und segeln davon – eine wunderbare Naturstrategie, um sich weit zu verbreiten. Jeder fliegende Same hat die Chance, an einem neuen Ort zu wachsen und im nächsten Jahr wieder eine gelbe Blüte zu werden.

Doch nicht nur der Löwenzahn wird so genannt. Auch andere Pflanzen, wie der Wiesen-Bocksbart, bilden ähnliche weiße Kugeln und werden manchmal „Riesenpusteblumen“ genannt, weil ihre Fruchtstände oft größer und flauschiger sind.

Die Pusteblume ist mehr als nur ein Spiel für Kinder – sie ist ein kleines Wunder der Natur, das uns jedes Jahr aufs Neue daran erinnert, wie einfach und schön das Leben sein kann.

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