Was ist der Unterschied zwischen Pfarrer und Priester?
In der katholischen Kirche werden die Begriffe Priester und Pfarrer im alltäglichen Sprachgebrauch oft synonym verwendet. Dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Bezeichnungen, der sich auf das Weiheamt einerseits und die konkrete Funktion andererseits bezieht.
Ein Priester ist ein Mann, der das Sakrament der Weihe empfangen hat. Durch diese Priesterweihe ist er berechtigt, Sakramente wie die Eucharistie oder die Beichte zu spenden. Die Weihe beschreibt somit den geistlichen Stand einer Person, unabhängig von ihrer genauen Aufgabe.
Ein Pfarrer hingegen ist ein Priester, dem zusätzlich die Leitung einer konkreten Kirchengemeinde übertragen wurde. Diese Beauftragung erfolgt offiziell durch den zuständigen Bischof. Man kann also festhalten: Jeder Pfarrer ist zwingend ein Priester, aber keineswegs jeder Priester ist auch ein Pfarrer.
Viele Priester arbeiten beispielsweise als Kapläne, Schulseelsorger, Ordensleute oder in der Verwaltung eines Bistums, ohne eine eigene Pfarrgemeinde zu leiten. In Bezug auf die funktionale Hierarchie vor Ort steht der Pfarrer somit höher als ein einfacher Priester, da er die leitende Verantwortung für die Gemeinde trägt.
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