Wie Mönchspfeffer das Hormon Prolaktin reguliert
Der Mönchspfeffer, wissenschaftlich bekannt als Vitex agnus-castus, wird seit Jahrhunderten in der Pflanzenheilkunde genutzt – besonders bei Beschwerden im Zusammenhang mit dem weiblichen Hormonhaushalt. Eine seiner wichtigsten Wirkungen betrifft die Regulation des Hormons Prolaktin, das von der Hypophyse gebildet wird.
Interessant ist dabei die Verbindung zwischen Mönchspfeffer und dem Neurotransmitter Dopamin. Der Wirkstoffkomplex der Pflanze bindet an Dopaminrezeptoren in den laktotropen Zellen der Hirnanhangdrüse. Dadurch wird die Freisetzung von Prolaktin gehemmt. Dieser Mechanismus ähnelt der körpereigenen Wirkung von Dopamin, das ebenfalls die Prolaktinproduktion dämpft.
Durch diese dopaminähnliche Wirkung kann Mönchspfeffer helfen, einen erhöhten Prolaktinspiegel zu senken – eine Ursache für unregelmäßige Menstruation, Spannungsgefühl in den Brüsten oder auch Fruchtbarkeitsstörungen. Deshalb kommt der Extrakt oft bei PMS oder leichter Form des hyperprolaktinämischen Syndroms zum Einsatz.Die Wirkung setzt nicht sofort ein, sondern entwickelt sich über Wochen. Daher wird empfohlen, Mönchspfeffer über einen längeren Zeitraum einzunehmen, um eine stabile Regulation zu erreichen. Wie bei jeder pflanzlichen Behandlung ist es ratsam, bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.
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