Was Sie bei Lipödem selbst tun können

Ein Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die vor allem Frauen betrifft. Leider lässt sich die Erkrankung allein durch Abnehmen oder Ernährungsumstellung nicht heilen – das kranke Fettgewebe reagiert kaum auf Diäten oder sportliche Disziplin. Trotzdem können Sie viel für Ihr Wohlbefinden tun.

Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung wie Schwimmen, Spaziergänge oder Aquajogging kann helfen, das Bindegewebe zu stärken und die Durchblutung zu fördern. Diese Aktivitäten lindern oft das Schweregefühl in den Beinen und beugen zusätzlichem Übergewicht vor – wichtig, denn zu viel Körpergewicht belastet das lymphatische System zusätzlich.

Die Ernährung spielt zwar keine direkte Rolle bei der Heilung des Lipödems, doch eine ausgewogene, entzündungshemmende Kost kann das allgemeine Befinden verbessern und das Risiko für Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes senken. Verzichten Sie daher auf stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker und Alkohol, und setzen Sie auf frische Gemüse, gesunde Fette und ausreichend Wasser.

Einige Betroffene leiden unter hormonellen Ungleichgewichten – vor allem in Wechseljahrzeiten wie der Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause. In solchen Fällen kann eine gezielte Hormontherapie, nach ärztlicher Diagnose, sinnvoll sein. Wichtig ist jedoch: Eine Hormonbehandlung ersetzt keine andere Therapie, sondern ergänzt sie.

Die beste Vorgehensweise: Arbeiten Sie eng mit Ihrem Arzt zusammen, bleiben Sie aktiv und suchen Sie den Austausch mit anderen Betroffenen. Selbsthilfegruppen und spezialisierte Zentren bieten oft wertvolle Unterstützung im Alltag mit Lipödem.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen