Was bedeutet Typ 4 bei Lipödem?

Beim Lipödem gibt es verschiedene Typen, die zeigen, an welchen Körperregionen das krankhafte Fettwachstum auftritt. Der Typ 4 bedeutet, dass sowohl die Beine als auch die Arme betroffen sind. Das ist charakteristisch dafür, dass das übermäßige Fettgewebe sich nicht nur an den Oberschenkeln und Waden, sondern zusätzlich an den Ober- und Unterarmen ansammelt. Viele Betroffene leiden unter der schweren, oft drückenden Beschwerde in den betroffenen Gliedmaßen – die Haut fühlt sich empfindlich an, Blutergüsse entstehen leicht.

Wichtig zu wissen: Der Typ sagt nichts über die Schwere der Erkrankung aus – dafür gibt es die Stadien 1, 2 und 3. Eine Person mit Lipödem Typ 4 kann also durchaus noch ein eher leichtes Stadium haben, etwa Stadium 2, bei dem die Haut bereits wellig wird und sich Knoten im Fett bilden. Die Kombination aus Typ und Stadium hilft Ärztinnen und Ärzten, die individuelle Situation besser einzuschätzen und eine passende Therapie zu planen.

Da Lipödem oft fehldiagnostiziert wird, ist es besonders wichtig, sich an spezialisierte Zentren zu wenden. Eine frühe Diagnose kann viel dazu beitragen, die Lebensqualität zu erhalten. Behandlungen wie Kompressionsbekleidung, manuelle Lymphdrainage oder in manchen Fällen auch eine Fettabsaugung (z. B. nach der Wasserstrahl-Technik) können Linderung bringen. Wer unsicher ist, sollte sich unbedingt ärztlichen Rat holen – denn Lipödem ist keine Frage von Übergewicht, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung mit körperlichen und seelischen Auswirkungen.

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