Was bedeutet WPM beim Lesen?

Beim Lesen spielt die Geschwindigkeit eine wichtige Rolle – besonders in der Schule. WPM steht für Wörter pro Minute und ist eine Maßeinheit, um zu zeigen, wie schnell ein Kind oder ein Erwachsener liest. In der Grundschule wird diese Geschwindigkeit oft beim lautem Lesen überprüft, um die Entwicklung der Lesefähigkeit einzuschätzen.

Je älter die Kinder werden, desto flüssiger sollten sie lesen können. Deshalb gibt es in Lehrplänen wie dem LehrplanPLUS in Bayern sogenannte Richtwerte. Diese zeigen an, wie viele Wörter pro Minute ein Schüler in einer bestimmten Klassenstufe ungefähr bewältigen sollte – ohne dabei viele Fehler zu machen. Doch nicht nur die Zahl der Wörter ist wichtig, sondern auch, ob die Kinder den Inhalt verstehen.

Einige Kinder lesen anfangs langsam, weil sie sich noch auf das Entziffern konzentrieren müssen. Mit der Zeit wird das Lesen jedoch flüssiger. Lehrkräfte nutzen die WPM-Messung daher nicht, um zu bewerten, sondern um zu sehen, wo Unterstützung nötig ist. Wer beispielsweise in der 3. Klasse deutlich unter den erwarteten Wörtern pro Minute liegt, könnte gezielt gefördert werden.

Es ist wichtig zu betonen: Eine hohe WPM-Zahl allein macht noch keinen guten Leser aus. Auch die Betonung, der Rhythmus und das Textverständnis zählen. Dennoch hilft die Messung von Wörtern pro Minute, Fortschritte im Lesen sichtbar zu machen – besonders in den entscheidenden Jahren der Grundschule.

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