Was tun bei einer schlechten Bewertung?

Unglückliche Kunden schreiben – oft verständlich – negative Erfahrungen online. Doch was, wenn eine Bewertung unfair, überzogen oder gar falsch ist? Dann lohnt es sich, aktiv zu werden.

Der erste Schritt: Versuchen Sie, direkt mit dem Bewertenden in Kontakt zu treten. Ein höfliches, sachliches Schreiben, in dem Sie um Löschung oder Überarbeitung der Bewertung bitten, kann Wunder wirken. Oft ist der Frust schon abgekühlt, und der Nutzer ist bereit, die Kritik zu überdenken.

Keine Reaktion? Setzen Sie eine klare Frist – zum Beispiel sieben bis zehn Tage – und machen Sie deutlich, dass bei weiterem Schweigen rechtliche Schritte folgen können. In vielen Fällen reicht diese Warnung bereits aus, um eine Lösung herbeizuführen.

Halten Sie die Kommunikation schriftlich und dokumentieren Sie alles. Bei offensichtlichen Fake-Bewertungen oder beleidigenden Äußerungen können Sie außerdem die Plattform auffordern, den Eintrag zu entfernen. Portale wie Google, Trusted Shops oder Amazon reagieren oft schnell, wenn gegen ihre Richtlinien verstoßen wurde.

Wichtig ist: Jede Maßnahme sollte verhältnismäßig und rechtskonform sein. Druck ausüben ja – aber nie einschüchtern oder drohen. Im Zweifel hilft ein Anwalt, besonders bei schwerwiegenden oder verleumderischen Äußerungen.

Ein schlechtes Ranking kann wehtun – doch mit Ruhe, Klarheit und der richtigen Strategie lässt sich meist etwas tun. Und: Die meisten Kunden lesen kritisch. Eine einzelne negative Bewertung fällt kaum ins Gewicht, wenn die Mehrheit zufrieden ist.

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