Was verursacht Muskelkrämpfe?

Wer schon einmal mitten in der Nacht von einem schmerzhaften Wadenkrampf geweckt wurde, kennt das plötzliche, krampfhafte Ziehen nur zu gut. Solche Muskelkrämpfe können verschiedene Ursachen haben – oft sind sie harmlos, manchmal aber auch ein Zeichen für zugrundeliegende gesundheitliche Probleme.

Starkes Schwitzen und zu wenig Flüssigkeit spielen eine große Rolle. Wer intensiv trainiert oder bei großer Hitze arbeitet, verliert viel Wasser und wichtige Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Magnesium. Fehlt es an diesen Mineralstoffen, kann der Muskel unkontrolliert reagieren. Eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme nach körperlicher Anstrengung begünstigt daher Krämpfe.

Auch übermäßige körperliche Belastung kann dazu führen, dass die Muskulatur überreizt ist und krampft – besonders wenn der Körper nicht an die Belastung gewöhnt ist. Doch nicht nur Sport ist ein Risikofaktor: Bestimmte medizinische Bedingungen oder Medikamente können ebenfalls die Ursache sein.

So etwa Diuretika, auch „Wassertabletten“ genannt. Diese entwässernden Mittel helfen bei Bluthochdruck oder Wassereinlagerungen, führen aber oft zu einem Mangel an Kalium oder Magnesium – und damit zu erhöhter Krampfneigung. Auch bei Durchfällen oder schweren Nierenfunktionsstörungen (Urämie) kann der Mineralhaushalt stark aus dem Gleichgewicht geraten, was Muskelkrämpfe begünstigt.

Wer häufig unter Krämpfen leidet, sollte daher nicht nur auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, sondern auch mit einem Arzt besprechen, ob mögliche gesundheitliche Ursachen vorliegen könnten. Oft hilft schon eine kleine Anpassung im Alltag – oder eine gezielte Ergänzung fehlender Mineralstoffe.

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