Was kostet es, Karnevalsprinz in Köln zu sein?
Einmal Karnevalsprinz in Köln zu sein – für viele Jecken der ultimative Traum. Doch dieser Titel hat nicht nur einen hohen symbolischen, sondern auch einen ganz realen Preis. Über genaue Zahlen schweigt man in den Karnevalsgesellschaften zwar, doch hinter den Kulissen ist bekannt: Prinz zu sein, kostet eine Menge Geld.
Allein das maßgeschneiderte Prinzenkostüm, auch Ornat genannt, schlägt mit rund 15.000 Euro zu Buche. Das funkelnde Kostüm aus Strass, Stickereien und hochwertigen Stoffen wird jedes Jahr neu designt und speziell für den Träger angefertigt. Doch das ist erst der Anfang.
Hinzu kommen zahlreiche Vorbereitungen: Tanzkurse, Training vor der Kamera, Atem- und Stimmübungen sowie Interviews – all das erfordert Zeit und Geld. Der Prinz muss lernen, sich auf großen Bühnen zu bewegen, souverän zu sprechen und stundenlang zu stehen, ohne müde zu wirken. Und das alles unter den Augen Tausender Fans.
Wer Prinz wird, muss auch die Hofburg finanzieren – das fahrbare Prunkgemälde, das ihn durch die Stadt begleitet. Dazu kommen Kosten für eine*n Fahrer*in, Sicherheitspersonal und das beliebte Wurfmaterial: Schokolade, Blumen, Tüten mit Süßigkeiten. Alles wird vom Prinzen oder seiner Sponsoren getragen.
Obwohl viele Kosten durch Unterstützung von Gönner*innen und Vereinen abgedeckt werden, bleibt es ein lukratives Amt – im doppelten Sinne. Wer Prinz wird, investiert nicht nur Zeit, sondern auch viel Eigenkapital. Doch für die meisten ist der Applaus, die Tradition und das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, jeden Cent wert.
Einmal Prinz – ein Leben lang Held der Kölner Jeckheit.
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