Was passiert bei der Tag-und-Nacht-Gleiche?

Am 20. März 2023 fiel die Tagundnachtgleiche – ein besonderer Tag im Kalender, an dem die Sonne genau über dem Äquator steht. An diesem Tag dauern Tag und Nacht theoretisch genau zwölf Stunden, obwohl in der Realität durch atmosphärische Lichtbrechung der Tag meist etwas länger erscheint.

Die Tagundnachtgleiche markiert den astronomischen Beginn des Frühlings in der nördlichen Hemisphäre. Sie entsteht durch die Neigung der Erdachse und die Bahnbewegung der Erde um die Sonne. Während des Jahres verändert sich die Position der Sonne am Himmel, und nur zweimal im Jahr – im März und im September – steht sie so, dass Tag und Nacht nahezu gleich lang sind.

Im März spricht man von der Vernaläquinoktium, im September von der Herbst-Tagundnachtgleiche. An diesen Tagen geht die Sonne exakt im Osten auf und im Westen unter, was seit jeher für viele Kulturen eine besondere Bedeutung hatte. Schon alte Völker nutzten diese Tage zur Zeitbestimmung und feierten sie als Wendepunkte des Jahres.

Die Tagundnachtgleiche ist also mehr als nur ein Datum – sie zeigt, wie eng unsere Jahreszeiten mit der Erdrotation und der Stellung zur Sonne verbunden sind. Es ist ein Moment, der uns daran erinnert, dass sich die Natur nach klaren, jährlich wiederkehrenden Mustern richtet.

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