Was bedeutet das Verbrauchsdatum – und was tun nach dem Ablauf?
Wenn das Verbrauchsdatum auf Lebensmitteln überschritten ist, darf der Händler diese Produkte nicht mehr anbieten. Das Verbrauchsdatum ist eine wichtige Sicherheitsangabe, vor allem bei empfindlichen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten oder vorgeschnittenem Obst und Gemüse. Sie zeigt an, bis wann das Produkt bei richtiger Lagerung sicher verzehrt werden kann.
Verbraucher sollten Lebensmittel nach Ablauf dieses Datums nicht mehr konsumieren. Denn ab diesem Zeitpunkt kann die Qualität rapide abnehmen, und es besteht die Gefahr von Keimen, die gesundheitliche Probleme verursachen können. Anders verhält es sich beim Mindesthaltbarkeitsdatum (oft mit „mindestens haltbar bis“ gekennzeichnet). Bei vielen Produkten wie Reis, Nudeln oder Konserven kann auch danach noch vorsichtig weiterverwendet werden – wenn das Produkt gut gelagert wurde und keine sichtbaren oder geruchlichen Anzeichen von Verderb aufweist.
Dennoch: Beim Verbrauchsdatum gilt klare Regel – lieber einmal zu vorsichtig sein. Sicherheit geht vor. Vor allem bei empfindlichen Produkten, die schnell verderben, sollte das Datum ernst genommen werden. Wer unsicher ist, sollte das Produkt besser entsorgen – auch wenn das schlecht für die Umwelt ist. Laut Schätzungen des BMEL landen jährlich Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, oft wegen falscher Interpretation solcher Kennzeichnungen.
Wichtig ist daher, die Unterschiede zu kennen: Verbrauchsdatum – strikte Grenze. Mindesthaltbarkeitsdatum – meist noch etwas Spielraum. Mit etwas Achtsamkeit lässt sich so manches gutes Stück vor der Tonne retten – ohne Risiko für die Gesundheit.
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