Unbehandelter Scheidenpilz: Was passiert wirklich?

Ein Scheidenpilz – medizinisch als Vaginalmykose bezeichnet – ist für viele Frauen ein unangenehmes Thema, das jedoch weit verbreitet ist. Häufig steckt dahinter der Hefepilz Candida albicans. Dieser Pilz gehört bei vielen Menschen ganz natürlich zur Darmflora und erfüllt dort sogar nützliche Aufgaben, wie den Abbau von Kohlenhydraten.

Im gesunden Zustand hält unser Körper den Pilz problemlos in Schach. Die Scheidenflora ist sauer und wehrt die Ausbreitung zuverlässig ab. Gerät dieses empfindliche biologische Gleichgewicht jedoch aus der Balance – etwa durch Stress, Hormonschwankungen oder die Einnahme von Antibiotika –, kann sich der Pilz rasant vermehren und es kommt zu einer Infektion.

Wer die typischen Symptome wie starkes Brennen, Juckreiz oder veränderten Ausfluss einfach ignoriert, riskiert, dass die Beschwerden chronisch werden. Der Körper schafft es oft nicht alleine, die aus dem Ruder gelaufene Flora wieder zu stabilisieren. Im schlimmsten Fall breitet sich die Infektion weiter aus, was den Alltag extrem belastet und das Risiko für Sekundärinfektionen erhöht. Bei anhaltenden Beschwerden ist der Gang in die Frauenarztpraxis daher immer der beste und sicherste Schritt, um die Ursache schnell und gezielt zu klären.

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