Warum Bewegung bei Arthrose so wichtig ist
Wer unter Arthrose leidet, neigt oft dazu, sich zu schonen – aus Angst vor Schmerzen. Doch genau das ist falsch. Wer sich zu wenig bewegt, beschleunigt den Knorpelabbau in den Gelenken. Der Grund: Der Gelenkknorpel hat keinen direkten Blutfluss. Er erhält seine Nährstoffe und Feuchtigkeit nur durch Bewegung – ähnlich wie ein Schwamm, der bei Druck Flüssigkeit aufnimmt und abgibt.
Wenn das Gelenk ruhiggestellt wird, bleibt dieser „Pump-Effekt“ aus. Der Knorpel wird spröde, verliert an Elastizität und kann abzubauen beginnen. Auf Dauer führt das zu stärkeren Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit. Immer mehr Studien zeigen: Schonende Immobilität macht die Arthrose schlimmer – nicht besser.
Gluckst es im Knie beim Treppensteigen oder fühlt sich die Hüfte morgens steif an? Dann ist das kein Grund, sich zurückzuziehen, sondern ein Weckruf für mehr Bewegung. Sanfte Aktivitäten wie Spaziergänge, Schwimmen oder leichtes Radfahren helfen, die Gelenke zu schmieren, die Muskulatur zu stärken und die Belastbarkeit zu erhöhen.
Wichtig ist: Die Bewegung sollte stetig und schonend sein – nicht überlastend. Auch wer lange nichts gemacht hat, kann langsam beginnen. Viele Ärzte empfehlen deshalb gezielte Bewegungstherapien, um die Gelenke langfristig zu schützen. Regelmäßige Bewegung ist keine Belastung, sondern die beste Medizin für knorrige Gelenke.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.