Was ist das Präteritum und wann wird es verwendet?
Das Präteritum ist eine Zeitform des Verbs, die dazu dient, über vergangene Ereignisse zu berichten. Es beschreibt Handlungen, die bereits abgeschlossen sind – sei es vor langer Zeit oder erst kürzlich.
Im Deutschen nutzen wir das Präteritum besonders oft in der schriftlichen Erzählung. In Geschichten, Berichten oder auch in Biografien liest man häufig Formen wie „er ging“, „sie sagte“ oder „wir kamen“. Diese Form macht deutlich, dass etwas in der Vergangenheit geschehen ist und nun vorbei ist.
Im gesprochenen Deutsch hingegen wird das Präteritum manchmal durch das Perfekt ersetzt, besonders im Alltag. Statt „Ich war im Kino“ sagt man oft „Ich habe im Kino gewesen“. Doch in der Schriftsprache bleibt das Präteritum die übliche Wahl.
Typische Signalwörter für das Präteritum sind: gestern, vorgestern, vor einer Woche, einst, damals. Diese Hinweise zeigen an, dass eine Handlung abgeschlossen ist und in der Vergangenheit liegt.
Ein Beispiel: „Er las das Buch in einer Nacht.“ – Diese Aussage steht im Präteritum und erzählt von einem vollendeten Vorgang. Es klingt etwas formeller als „Er hat das Buch gelesen“, ist aber besonders in schriftlichen Texten die bevorzugte Form.
Wer sicher im Deutschen schreiben möchte, sollte das Präteritum daher kennen und anwenden können – besonders bei Erzählungen und in Aufsätzen.
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