Was sind Zugplaketten?

Wer den Mainzer Rosenmontagszug live miterleben möchte, braucht eine kleine, aber wichtige Voraussetzung: die Zugplakette. Diese kleine Marke ist sozusagen die „Eintrittskarte“ für den Umzug und sorgt dafür, dass die Fastnacht in Mainz überhaupt stattfinden kann. Ohne sie kein Zug.

Die Idee ist älter, als viele denken.

Sie stammt aus den 1950er Jahren, als nach dem Zweiten Weltkrieg der Wunsch nach einem neuen Anfang besonders groß war. Die Mainzer wollten ihre Traditionen zurück – auch den Rosenmontagszug. Doch wie finanziert man so ein großes Spektakel? Die Lösung: die Zugplakette. Bürgerinnen und Bürger konnten sie kaufen, um den Umzug zu unterstützen – und durften dafür direkt am Straßenrand stehen.

Heute ist die Plakette mehr als nur ein Zeichen der Teilnahme. Sie steht für Zusammenhalt, Lokalstolz und die Liebe zur Mainzer Fastnacht. Ob am Kragen, am Mantel oder an der Tasche – wer sie trägt, gehört dazu. Und wer sie kauft, unterstützt nicht nur den Zug, sondern auch die ganze Arbeit dahinter: die kostümierten Gruppen, die Musik, die Wagen und die monatelange Vorbereitung.

Die Plakette gibt es an vielen Stellen in der Stadt – von der Bäckerei bis zum Supermarkt. Wer sie besitzt, darf direkt am Straßenrand stehen und hautnah dabei sein, wenn die Häs-Träger, die Guggemusiken und die Wagen vorbeiziehen. Ein kleiner Beitrag, der Großes ermöglicht: den lautesten, buntesten und fröhlichsten Tag des Jahres in Mainz.

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