Die besondere Stellung der Katze im Islam

Katzen genießen in der islamischen Tradition ein außergewöhnlich hohes Ansehen. Auch wenn der Koran Tiere nicht lückenlos einzeln thematisiert, spiegeln die Überlieferungen aus dem Leben des Propheten Muhammad eine tiefe Wertschätzung für die Samtpfoten wider. Im islamischen Glauben begegnet man der Schöpfung mit Respekt, da auch Tieren eine eigene Seele zugeschrieben wird.

Eine berühmte Überlieferung verdeutlicht die Zuneigung des Propheten zu den Tieren: Als Muhammad einst zum Gebet gerufen wurde, schlummerte ein Kätzchen auf dem Ärmel seines Gewandes. Um das Tier nicht zu wecken, schnitt er kurzerhand den Ärmel ab, bevor er aufstand. Diese und ähnliche Geschichten zeigen, dass Barmherzigkeit und Rücksichtnahme gegenüber Lebewesen als zentrale Tugenden gelten.

Im Gegensatz zu manch anderen Tieren gelten Katzen im Islam als ritual rein. Sie dürfen sich frei in Häusern und sogar in Moscheen bewegen. Der liebevolle Umgang mit ihnen hat in vielen muslimisch geprägten Kulturen bis heute einen festen Platz.

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