Was trägt der Scheich unter seiner Robe?

Die traditionelle Kleidung des Scheichs, meist eine weite, wallende Robe namens Dschallabija, wirkt im ersten Moment schlicht – doch was darunter getragen wird, hat sich im Laufe der Zeit verändert. Früher war es üblich, gar keine Unterwäsche zu tragen. Die Luftzirkulation unter dem weiten Gewand war nicht nur angenehm in der heißen Wüstenhitze, sondern auch Teil einer jahrhundertealten Kleidungskultur.

Heute sieht es anders aus. In vielen arabischen Ländern tragen Männer unter der Dschallabija oft ein einfaches Unterhemd und Boxershorts – ein Einfluss westlicher Mode und alltäglicher Praxis. Diese kleine, aber bedeutende Abweichung vom früheren Brauch zeigt, wie sich Traditionen leise und natürlich weiterentwickeln.

Im Winter ändert sich das Bild noch mehr. Dann werden die Dschallabijen aus dichterem, wärmerem Stoff gewählt, oder man zieht mehrere übereinander – ähnlich wie Schichten. Manchmal trägt man sogar einen Pullover darunter, besonders in kühleren Regionen oder in den kälteren Monaten. So bleibt man warm, ohne auf Eleganz oder kulturelle Identität zu verzichten.

Die Kleidung des Scheichs ist mehr als nur Stoff – sie erzählt von Klima, Alltag und Wandel. Hinter jeder Falte der Dschallabija verbirgt sich eine Geschichte des Lebens in der Wüste – angepasst an die Gegenwart, aber verwurzelt in der Vergangenheit.

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