Der perfekte Abschluss: Was trinkt man zur Verdauung?

Nach einem ausgiebigen Essen verspüren viele Menschen das Bedürfnis nach einem krönenden Abschluss. Hier kommt der klassische Digestif ins Spiel – ein alkoholisches Getränk, das traditionsgemäß am Ende einer Mahlzeit gereicht wird. Umgangssprachlich oft als Verdauungsschnaps bezeichnet, blickt dieses Ritual auf eine lange Tradition zurück.

Die Ursprünge des Digestifs liegen in der Klosterheilkunde. Die ersten echten Digestifs waren hochprozentige Kräuterbitter, hergestellt aus verschiedenen Heilpflanzen, Wurzeln und Gewürzen. Den darin enthaltenen Bitterstoffen schrieb man eine gezielte Anregung der Magensäfte zu, um schweres Essen bekömmlicher zu machen.

Heute reicht das Angebot weit über den klassischen Kräuterschnaps hinaus. Neben gehaltvollen Bittern schätzen Genießer edle Obstbrände, aromatischen Grappa, milden Cognac oder auch feine Liköre nach dem Essen. Obwohl Alkohol aus medizinischer Sicht die Fettverdauung eher verlangsamt, entspannt er die Magenmuskulatur und fördert das Wohlbefinden. Das eigentliche Geheimnis liegt in den Bitterstoffen und dem geselligen Ausklang einer gelungenen Mahlzeit.

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