Was tun bei akuten Durchblutungsstörungen?
Ein plötzlicher Gefäßverschluss in Arm oder Bein ist ein medizinischer Notfall. Die betroffene Extremität wird schnell blass, kalt und schmerzt oft heftig. Ohne schnelle Behandlung droht Gewebeabsterben – in schweren Fällen kann sogar eine Amputation notwendig werden.
Die Therapie muss sofort beginnenUm den Blutfluss wiederherzustellen, wird in vielen Fällen ein spezieller Katheter über eine kleine Hautöffnung in die verstopfte Schlagader vorgeschoben. An seinem Ende befindet sich ein winziger Ballon. Wird dieser aufgeblasen, drückt er das Gerinnsel auseinander und gibt die Durchblutung frei. Anschließend wird der Katheter vorsichtig zurückgezogen. Das verklumpte Blut wird dabei mitentfernt oder im Körper später von selbst abgebaut.
Diese Methode, auch als perkutane transluminale Angioplastie bekannt, ist minimalinvasiv und wird häufig in spezialisierten Kliniken wie dem Uniklinikum Dresden eingesetzt. Wichtig ist: Je schneller die Behandlung erfolgt, desto größer die Chance, das betroffene Gewebe zu retten.
Wer plötzlich starke Schmerzen, Kältegefühl oder eine deutliche Blässe an Arm oder Bein bemerkt, sollte unverzüglich einen Notarzt rufen. Jede Minute zählt – besonders bei Durchblutungsstörungen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.