Starker Vitamin-D-Mangel: Was ist jetzt zu tun?

Ein ausgeprägter Mangel an Vitamin D betrifft viele Menschen, besonders in den sonnenarmen Wintermonaten. Während ein leichtes Defizit oft durch mehr Bewegung an der frischen Luft oder freiverkäufliche Präparate ausgeglichen werden kann, erfordert ein schwerer Vitamin-D-Mangel ein gezieltes und medizinisch überwachtes Handeln.

Wenn der Bluttest einen kritischen Tiefstand zeigt, reichen herkömmliche Nahrungsergänzungsmittel meist nicht mehr aus. In solchen Fällen verschreiben Ärztinnen und Ärzte hochdosierte Arzneimittel mit bis zu 50.000 Internationalen Einheiten (IE). Alternativ kann der Wirkstoff auch direkt über Injektionen verabreicht werden, um die körpereigenen Speicher rasch wieder aufzufüllen.

Allerdings ist bei solch hohen Dosierungen größte Vorsicht geboten. Da Vitamin D fettlöslich ist und vom Körper gespeichert wird, kann eine unkontrollierte Einnahme schnell zu einer gefährlichen Überdosierung führen. Dies kann den Calciumspiegel im Blut stark erhöhen und beispielsweise die Nieren schädigen. Eine strenge ärztliche Kontrolle der Blutwerte ist daher während der gesamten Therapie unerlässlich.

Wer unter Symptomen wie anhaltender Müdigkeit, Muskelkrämpfen oder Knochenschmerzen leidet, sollte keinesfalls eigenmächtig zu hochdosierten Präparaten greifen, sondern das Vorgehen stets in der Praxis abklären lassen.

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